| Tresoröffnung |
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Viele Situationen können dazu führen dass ein Tresor oder Wertbehälter von Spezialisten geöffnet werden muss. Verlorene oder abgebrochene Schlüssel, vergessene Zahlenkombinationen, Defekte an Schloss oder Riegelwerk (meist verursacht durch mangelnde Wartung) und durch Einbruchversuche beschädigte Tresore sind die häufigsten Ursachen. Generell zu unterscheiden sind 3 Kategorien von Öffnungsmethoden: Gewaltsame Öffnung, minimal beschädigende Öffnung und völlig beschädigungsfreies Öffnen. Welche Öffnungsmethode gewählt wird, muss individuell entschieden werden. Viele Faktoren spielen hier eine Rolle, wirtschaftliche und zeitliche Aspekte, Bauart des Tresors, Anzahl und Art der Schlösser, Schäden etc. Die Gewaltsame Öffnung wird in erster Linie von Einbrechern und Firmen mit wenig Hintergrundwissen und Equipment praktiziert. Die völlige Zerstörung des Tresors wird hier in Kauf genommen. Werkzeuge zur gewaltsamen Öffnung sind im Handel frei erhältlich und somit zu geringen Preisen für jedermann verfügbar. Benutzt werden hierfür meist Winkelschleifer (Flex), Kern- Bohrmaschinen, Brennschneider, Sauerstofflanzen, Brecheisen etc. Bei hochwertigen Safes ist diese Methode sehr zeitraubend und verursacht unverhältnismäßig viel Lärm und Schmutz in der Umgebung. Tresorhersteller forschen seit vielen Jahrzehnten nach Methoden um diese Zerstörung an Wertbehältern wirkungsvoll zu erschweren. Zusätzliche Notverriegelungen, spezielle Füllmaterialien und extrem harte Platten sind in höheren Sicherheitsstufen mittlerweile Standart. Diese Öffnungsmethoden sind selten sinnvoll. Falls jemand Ihren Tresor derart öffnen möchte holen Sie besser eine zweite Meinung von einer anderen Firma ein. Bei Öffnungsmethoden mit minimaler Beschädigung wird in der Regel über ein Bohrloch ein Verriegelungspunkt entfernt oder ein Mechanismus betätigt. Bei dieser Art der Öffnung ist eine Reparatur relativ einfach möglich. Das Bohrloch (oft nur 5mm Durchmesser) wird mit gehärteten Materialien gefüllt oder verschweißt. Wenn die Reparatur fachgerecht ausgeführt wird, ist meist diese Stelle sogar widerstandsfähiger als im Originalzustand. Diese Öffnungsmethode ist wesentlich komplizierter auszuführen. Umfassendes Wissen über die von den Herstellern eingebauten Riegelwerke und Sicherheitsmechanismen ist nötig. Diese Informationen werden nur zuverlässigen Fachbetrieben von den Herstellern zugänglich gemacht. Kostenintensive Werkzeuge sind erforderlich, Spezialbohrer um harte Barrierematerialien zu durchdringen, Bohrvorrichtungen, Endoskope, Greifer, Sonden usw. Die Kunst hochwertige Tresorschlösser beschädigungsfrei zu öffnen wird von wenigen Spezialisten praktiziert. Das Wissen um die Manipulation von Schließmechanismen wird als gut gehütetes Geheimnis bewahrt. Oberflächliche Literatur ist (nicht frei) erhältlich und meist so allgemein gehalten dass es sehr schwer ist daraus Nutzen zu ziehen. Ein tief greifendes Wissen um die Funktion der unzähligen verschiedenen Schlösser und langjährige Erfahrung und Übung ist notwendig um erfolgreich arbeiten zu können. Das Grundprinzip der Manipulation ist, dass jeder Mechanismus bei Betätigung bestimmte Verhaltensweisen zeigt und nach außen preisgibt. Bei präzise gefertigten Schlössern sind genaueste Mess- und Hilfsmittel notwendig, die in der Regel speziell für diesen Zweck angefertigt wurden. Diese Methode ist meist zeitaufwendiger aber bei vielen Fällen trotzdem sinnvoll. Beschädigungen die z.B. Zulassungen erlöschen lassen oder antike Stücke im Wert mindern werden dadurch umgangen. Bei guten, massiven Behältern oder Tresorraumtüren kann es auch schwieriger und zeitaufwendiger sein ein Bohrloch an der richtigen Stelle zu platzieren. Schmutz, Lärm und sonstige Belästigungen treten nicht auf. Letztendlich wird natürlich auch Zeit und Material für eine Reparatur eingespart. Welche Methode letztendlich gewählt werden sollte, kann man pauschal nicht beurteilen. Zu vielfältig sind die Gegebenheiten, die eine Rolle spielen. Die beste Methode der Tresoröffnung kann nur im Gespräch mit dem Kunden für dessen individuellen Fall ermittelt werden. Fragen Sie unbedingt nach den Methoden die angewendet werden und eventuellen Alternativen. Für eine genaue Beurteilung sind möglichst viele Informationen nötig. Bauart (Möbel-, Mauer-, Standtresor), Größe, Art und Anzahl der Schlösser (Schlüssel-, Zahlen-, Elektronikschloss), Alter, Aussehen von Beschlägen oder Tastatur etc. können dem Techniker vorab helfen die Lage richtig abzuschätzen. Ein Foto wäre natürlich die ideale Lösung. Infotext bereitgestellt von Stefan Bruckner, Bruckner & Raum Tresorservice GbR, www.tresorservice24.de Dieser Text darf unter Angabe der Quelle und des Verfassers mit angegebenem Link kopiert und weiter verbreitet , jedoch nicht verändert werden. |


